FAQ - Häufig gestellte Fragen
Hier finden Sie unseren FAQ-Bereich, in dem häufig gestellte Fragen kurz und einfach beantwortet werden. Wir sind stets daran diesen Bereich immer wieder zu erweitern und sind daher für Input von Ihrer Seite dankbar. Wenn Sie also nicht fündig werden, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren und Ihre Frage direkt per Mail oder in einem persönlichen Gespräch an uns zu stellen.
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Wir, die Xaver Bertsch GmbH mit Sitz in Nürnberg wurden im Jahr 1919 gegründet. Im Jahr 2001 entstand die HPS Hydraulik und Pneumatik Service GmbH in Veitshöchheim als vollwertige Tochter. Beide Unternehmen betreiben seit 2023 den Online-Webshop www.xps-store.de der als XPS TecParts betitelt wird.
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Wir versenden mit DHL, die eine Regellieferzeit von 1-2 Werktagen nach Versand des Pakets angeben. Falls Ihre Bestellung jedoch erst später am Tag bei uns eingeht, so dass der Versand nicht mehr am selben Tag erfolgen kann, geben wir eine Regellieferzeit von 1-3 Werktagen an. Dies gilt jedoch ausschließlich für Artikel, die wir in ausreichender Menge lagernd haben. In besonderen Einzelfällen kann die Lieferzeit jedoch auch länger dauern, z.B. in der Vorweihnachtszeit oder wenn Feier- oder Brückentage sind an denen unser Warenversand geschlossen hat.
Ja, Sie können für jede Position im Warenkorb einen Wunschliefertermin angeben. Unterscheiden Sich die Termine müssen wir jedoch für jede Extralieferung die dafür anfallenden Versandkosten in Rechnung stellen.
Sie erhalten eine Auftragsbestätigung mit Angabe des Liefertermins sobald wir selbst eine Bestätigung von unserem Vorlieferanten bekommen haben.
Wir versenden unsere Lieferungen über den Paketdienst DHL. Für Produkte die zu groß oder zu schwer für den Paketdienst sind beauftragen wir eine Spedition.
Aktuell sind Lieferungen außerhalb Deutschlands leider noch nicht möglich. Wir arbeiten jedoch eifrig daran dies zu erweitern.
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Wir arbeiten mit zahlreichen Herstellern und anderen Partnern zusammen. Besonders auf die Zusammenarbeit mit unseren Premium-Herstellern wie Parker Hannifin, SMC Pneumatik, CPC Colder Products Company und Norma Group sind wir sehr stolz. Aber auch Marken wie Rectus, Viega, Weicon, Continental, Geka, Georg Fischer, FITOK, Praher, Norgren, Hähnchen, legris, VSH Tectite, Anamet und sehr viele mehr vervollständigen unser Produktangebot.
DGUV Regel 113-020
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat im Oktober 2017 ein ein Regelwerk erstellt (113-020), das Empfehlungen für den sicheren Umgang mit Hydraulik-Schlauchleitungen und Hydraulikflüssigkeiten beinhaltet.
Hydraulikschläuche sind zentrale Komponenten eines Hydrauliksystems – aber wenn sie in schlechtem Zustand sind, kann es sehr schnell sehr gefährlich werden. Im Folgenden erfahren Sie die möglichen Gefahren und wie Sie diese vermeiden.
1. Leckagen & Flüssigkeitsverluste
- Plötzlicher Druckabfall: Ein Leck kann zum Druckverlust und Systemversagen führen (Zylinder fährt unkontrolliert ein/aus).
- Flüssigkeitsinjektionen: Unter hohem Druck kann Hydraulikflüssigkeit in die Haut eindringen (Ölinjektion), was zu sehr schweren körperlichen Schäden führt.
- Umweltschäden: Ausgetretene Hydraulikflüssigkeit kann Boden und Gewässer kontaminieren.
2. Mechanische Gefahren
- Peitscheneffekt: Löst sich ein unter Druck stehender Schlauch, kann er wie eine Peitsche ausschlagen und Personen schwer verletzen.
- Splitterschäden: Beim Bersten können Teile des Schlauchs oder der Armaturen weggeschleudert werden.
3. Thermische & chemische Gefahren
- Verbrennungen: Hydrauliköl wird oft heiß (>70 °C); ein Leck kann zu Verbrennungen der Haut führen.
- Versprödung durch Kälte: Bei extrem niedrigen Temperaturen kann der Schlauch spröde werden und brechen.
- Kontakt mit aggressiven Medien: Manche Hydraulikflüssigkeiten sind chemisch aktiv und können bei Hautkontakt reizend wirken.
4. Systemausfall & Folgeschäden
Ein defekter Schlauch kann den Austausch ganzer Systemkomponenten, Maschinenausfälle und Produktionsstillstände verursachen. In kritischen Anwendungen (z. B. in Maschinen, Hydraulikpressen, mobilen Anlagen) kann das erhebliche finanzielle Folgen haben.
5. Prävention & Handlungsempfehlungen
- Regelmäßige Sichtkontrollen (Risse, Scheuerstellen, Verformungen)
- Festgelegte Austauschintervalle einhalten
- Nur hochwertige Schläuche & passende Armaturen verwenden
- Schläuche korrekt verlegen – kein Überknicken, kein Quetschen
- Defekte Schlauchleitung sofort ausbauen
- Schutzelemente verwenden (Schutzspiralen, Hüllen)
- Nur von geschultem Personal prüfen & ersetzen
Hydraulikschläuche und Schlauchleitungen müssen eindeutig und dauerhaft gekennzeichnet sein, um Normen zu erfüllen und eine sichere Verwendung zu gewährleisten.
Kennzeichnung von Hydraulik-Schläuchen
Schläuche für Hydraulik-Schlauchleitungen müssen fortlaufend mindestens folgende Angaben enthalten:
- Name oder Kennzeichen des Herstellers: z. B. XXX
- Nummer der Produktnorm: z. B. EN 853
- Schlauchtyp: z. B. 2SN
- Nenndurchmesser: z. B. DN 10 (ggf. in Zoll, z. B. 3/8", oder Größe [Size], z. B. Size 06)
- Herstellungsdatum: Quartal und die zwei letzten Ziffern des Jahres, z. B. 2Q16
Beispiel:
XXX/EN 853/2SN/DN 10/2Q16

Kennzeichnung von Hydraulik-Schlauchleitungen
Jede Hydraulik-Schlauchleitung muss unabhängig von der Schlauchkennzeichnung mindestens folgende Angaben enthalten:
- Name oder Kennzeichen des Herstellers: z. B. XXX
- Maximaler Betriebsdruck: z. B. 330 bar oder 33,0 MPa
- Herstellungsdatum: zwei letzte Ziffern des Jahres und Monat, z. B. 1606 für Juni 2016
Die Reihenfolge der Angaben ist beliebig, sie müssen nicht zwingend in einer Zeile stehen.
Beispiel:
XXX/330bar/1606

Weitere Hinweise
Die korrekte Kennzeichnung ist entscheidend für die Sicherheit und Nachvollziehbarkeit der Hydraulik-Schläuche. Achten Sie darauf, dass alle Angaben dauerhaft und gut lesbar aufgebracht sind.
Das Verpressen von Hydraulikschläuchen darf nur von Personen durchgeführt werden, die entsprechend qualifiziert und geschult sind. Es gibt spezielle Anforderungen und Schulungen, die erfüllt werden müssen, um sicherzustellen, dass die Arbeiten fachgerecht und sicher ausgeführt werden.
Im Detail bedeutet dies:
- Fachkräfte mit spezifischer Qualifikation: In der Regel müssen Personen, die Hydraulikschläuche verpressen, eine Ausbildung im Bereich Hydraulik oder Maschinenbau haben. Beispiele: Industriemechaniker, Mechatroniker oder spezielle Schulungen im Bereich Hydraulik.
- Schulung und Zertifizierung: Viele Hersteller und Händler bieten spezielle Schulungen und Zertifikate an. Diese gewährleisten, dass die Mitarbeiter die technischen Anforderungen und Sicherheitsvorschriften kennen und einhalten.
- Einhaltung von Normen und Vorschriften: Das Verpressen muss den nationalen und internationalen Normen entsprechen. In Deutschland relevant: DIN EN 853 bis DIN EN 857, die unterschiedliche Hydraulikschläuche und deren Anwendung regeln.
- Verantwortlichkeit des Arbeitgebers: Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass nur qualifiziertes Personal Hydraulikschläuche verpresst und dass alle erforderlichen Schulungen vorliegen.
- Dokumentation und Nachweis: Oft ist es erforderlich, das Verpressen zu dokumentieren, um im Falle eines Defekts oder Unfalls nachvollziehen zu können, wer die Arbeit durchgeführt hat und ob alle Vorgaben eingehalten wurden.
Zusammengefasst:
Hydraulikschläuche dürfen nur von entsprechend geschultem und qualifiziertem Personal verpresst werden, das die notwendigen Normen und Sicherheitsvorschriften kennt und einhält.

Eine zur Prüfung befähigte Person ist eine Person, die durch ihre Berufsausbildung, ihre Berufserfahrung und ihre zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung von Arbeitsmitteln – im vorliegenden Fall zur Prüfung der Hydraulik-Schlauchleitungen – verfügt.
Die Haltbarkeit von Hydraulikschläuchen ist in der DIN 20066 geregelt. Sie unterscheidet zwischen dem losen Schlauch und der fertigen Schlauchleitung (also Schlauch mit Armaturen).
Allgemeine Richtwerte
- Hydraulikschlauch: darf maximal 4 Jahre gelagert werden (ab Produktionsdatum)
- Hydraulik-Schlauchleitung: darf inklusive 2 Jahre Lagerung maximal 6 Jahre verwendet werden
- Lagerzeit: 4 Jahre der lose Schlauch, 2 Jahre die Schlauchleitung
- Verwendungsdauer der Schlauchleitung: max. 6 Jahre wovon 2 Jahre Lagerzeit sein können.
⚠️ Verkürzte Lebensdauer bei hohen Anforderungen
Bei besonderen Einsatzbedingungen reduziert sich die empfohlene Einsatzdauer von 6 Jahre auf 2 Jahre, zum Beispiel bei:
- ⏱ Dauerbetrieb/Mehrschichtbetrieb oder häufigen Druckimpulsen
- 🌡 Hohen Temperaturen oder aggressiven Medien
- 🛠 Mobilen oder handgeführten Geräten (z. B. Feuerwehr, THW, Schrottscheren)
💡 Tipp
Regelmäßige Sichtprüfungen auf Risse, Quetschungen oder Undichtigkeiten verlängern die Einsatzzeit und erhöhen die Sicherheit.